Der Sternenhimmel im März

Am 20. März um 11.29 Uhr beginnt der astronomische Frühling: Die Sonne überquert auf ihrer scheinbaren Bahn den Himmelsäquator in Richtung Norden. Mit jedem Tag steigt die Sonne nun etwa um einen halben Grad höher am Himmel auf, das entspricht etwa ihrem Durchmesser. Entsprechend schnell nimmt die helle Zeit des Tages zu und die Dauer der Nacht ab, nämlich im Laufe des Monats um fast zwei Stunden. Am 26. März um 2 Uhr nachts werden zudem die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. So ist es dann am Monatsende erst gegen 22 Uhr richtig dunkel.

Doch bereits die Dämmerung hat im März so einiges zu bieten. Anfang des Monats ist die Venus noch strahlender Abendstern. Allerdings bewegt sich der Planet nun von der Erde aus gesehen rasch auf die Sonne zu und verschwindet bereits zur Monatsmitte vom Abendhimmel. Schon ab dem 25. März lässt sich die Venus dann mithilfe eines Fernglases kurz vor Sonnenaufgang wieder am östlichen Morgenhimmel aufspüren.

Als Ersatz für die Venus taucht ab dem 22. März Merkur am westlichen Abendhimmel auf. Die Sichtbarkeit des flinken Götterboten verbessert sich bis zum Monatswechsel von Tag zu Tag. Eine Dreiviertelstunde nach Sonnenuntergang steht Merkur am 30. März noch knapp zehn Grad über dem Horizont. Am 29. März steht die schmale Sichel des Mondes südlich des sonnennächsten Planeten. Knapp 15 Grad darüber sehen wir zudem den roten Mars, an dem der Mond am folgenden Abend vorüber zieht.

Nach Einbruch der Dunkelheit steht die westliche Himmelshälfte noch ganz im Zeichen des Winters: Majestätisch ragt im Südwesten der Jäger Orion als dominierendes Sternbild auf. Oberhalb des Orion stehen die anderen typischen Wintersternbilder: Zwillinge, Fuhrmann und Stier. Links unterhalb des Orion blinkt der hellste Stern des Himmels, Sirius im Sternbild Großer Hund.

Von dort, vom Großen Hund im Südwesten, steigt die Milchstraße als matt schimmerndes Band auf. Durch die Sternbilder Zwillinge und Fuhrmann zieht sie sich quer über den Himmel, dann wieder hinab durch Perseus, Kassiopeia und Kepheus nach Norden. Die Milchstraße bildet so fast eine Trennlinie zwischen dem winterlichen Himmel im Westen und den Frühlingssternbildern im Osten. Denn dort stehen nun bereits Krebs und Löwe hoch am Himmel, später am Abend folgen ihnen Jungfrau und der Ochsentreiber Bootes.

Dort, im Sternbild Jungfrau, fällt ein Gestirn durch seinen ruhigen, hellen Schein auf: Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Der Königsplanet geht Anfang des Monats gegen 21.30 Uhr MEZ und Ende des Monats schon gegen 20.20 Uhr Sommerzeit auf. In der Nacht vom 14. auf den 15. März zieht der Mond am Jupiter vorüber.

Am Morgenhimmel können wir noch einen weiteren großen Planeten beobachten: Saturn geht Anfang März um 3.20 MEZ, Ende März gegen 2.30 Sommerzeit auf. Der Planet mit dem schönen Ringsystem steht im Sternbild Schütze nahe an der Grenze zum Schlangenträger.

Autor: Rainer KayserE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!