Der Sternenhimmel im August

Die Perseiden kommen - und Jupiter und Saturn stehen in Opposition zur Sonne

August ist Sternschnuppenzeit: Insbesondere in den Nächten vom 9. bis zum 13. August treffen die Perseiden in großer Zahl auf die Erde. Bei diesen Meteoren handelt es sich um Trümmerstücke des Kometen Swift-Tuttle, die in der Erdatmosphäre verglühen. Die beste Zeit für die Jagd auf Sternschnuppen liegt zwischen 23 Uhr und 5 Uhr. Da am 8. August Neumond ist, stört glücklicherweise der Mond nicht bei der Beobachtung der Perseiden. Im Maximum ziehen bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel, darunter auch viele helle Feuerkugeln. Und in diesem Jahr könnten es sogar noch deutlich mehr werden: Die Astronomen vermuten, dass die Erde durch einen besonders dichten Teil der Trümmerwolke hindurch zieht.

Auch die Planetenbeobachter kommen im August nicht zu kurz: Sowohl Jupiter als auch Saturn stehen von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenüber und stehen daher die ganze Nacht am Himmel. Allerdings tief im Süden: Saturn steht im Steinbock und Jupiter wandert am 19. August vom Wassermann ebenfalls in den Steinbock. Dieses eher unscheinbare Tierkreis-Sternbild befindet sich links unterhalb des Sommerdreiecks. Ein besonders schöner Anblick bietet sich, wenn in der Nacht vom 21. auf den 22. August der volle Mond zwischen den beiden Planeten steht.

Tief am Himmel – allerdings im Westen – steht in der Abenddämmerung auch die Venus. Der Abendstern steigt erst im Oktober höher am Himmel auf. Im August finden wir die Venus eine Stunde nach Sonnenuntergang nur noch knapp zwei, drei Grad über dem Horizont. Das entspricht etwa der Breite des Daumens am ausgestreckten Arm. Am Abend des 11. August steht die dünne Sichel des zunehmenden Mondes etwa fünf Grad oberhalb der Venus.

Nach Einbruch der Dunkelheit dominiert das markante Sommerdreieck aus den Hauptsternen Deneb, Wega und Altair der drei Sternbilder Schwan, Leier und Adler den Himmel. Von einem dunklen Ort fernab der hellen Stadtbeleuchtung aus können wir das schimmernde Band der Milchstraße erkennen, das sich von Süden aus dem Schützen kommend durch das Sommerdreieck zieht und von dort weiter durch Kepheus und Kassiopeia bis zum nördlichen Horizont reicht.

Im Westen des Sommerdreiecks finden wir Herkules, Krone und Bootes, im Osten Pegasus und Andromeda. Im Sternbild Andromeda können wir in einer dunklen, mondlosen Nacht mit bloßem Auge unsere rund zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernte Nachbar-Galaxie M31 erkennen. Im Fernglas erscheint sie als schwacher Nebelfleck. Dieses unscheinbare Fleckchen enthält etwa 1000 Milliarden Sterne. M31 ist eine große Spiralgalaxie ganz ähnlich unserer Milchstraße, die aber nur rund 200 Milliarden Sterne besitzt.

Autor: Rainer KayserE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!