Isotopen-Analyse von Proben zweier Himmelskörper liefern unterschiedliche Resultate

Kometen, Asteroiden und Meteoriten enthalten organische Stoffe wie etwa Aminosäuren, die bereits im jungen Sonnensystem entstanden sind. Wie diese Stoffe genau entstanden sind, ist bislang umstritten. Forscher haben jetzt Materialproben eines Meteoriten und eines Asteroiden sehr genau untersucht. Zu ihrer Überraschung sind die Aminosäuren in den beiden Himmelskörpern offenbar auf unterschiedliche Art und Weise entstanden.

Mithilfe modernster Methoden, die Analysen im pikomolaren Bereich ermöglichen, haben Allison Baczynski von der Pennsylvania State University in den USA und ihre Kollegen mehrerer organischer Stoffe wie beispielsweise Aminoessigsäure in Proben des Asteroiden Bennu und des Murchison-Meteoriten untersucht. Die Raumsonde OSIRIS‑REx hatte 2020 Material auf Bennu eingesammelt und 2023 zur Erde gebracht. Der Murchison‑Meteorit ging am 28. September 1969 in Australien nieder. Wie die Untersuchung des Teams zeigt, entstanden die organischen Stoffe auf Bennu hauptsächlich in Wassereis im frühen Sonnensystem. Bei dem Murchison-Meteoriten deuten die Daten dagegen auf eine Entstehung in flüssigem Wasser unter milden Bedingungen in einem protoplanetaren Körper hin. Wie Baczynski und ihre Kollegen betonen, zeige dies die Wichtigkeit genauer Isotopenanalysen bei der Erforschung des Ursprung der organischen Stoffe.

Bildquelle: NASA